Durch diese gegensätzliche Entwicklung der Preise der landwirtschaftlichen Produkte und Betriebsmittel wird natürlich die Landwirtschaft als Konsument geschwächt. Der Landwirt als Konsument wurde jedoch in der Republik bisher nicht gebührlich gewürdigt. Die liberale oder besser gesagt sozialliberale Theorie kennt nur einen Konsumenten und das ist der Konsument von Nahrungsmitteln und Rohstoffen. Die industrielle Erzeugung hat aus dieser Einstellung heraus die Vorausstellung. Die Industrie bedeutet Zivilisation, Kultur; die Industrie kann jederzeit im Austausche gegen Überschüsse ihrer Fabrikserzeugnisse Nahrungsmittel und Rohstoffe in beliebiger, Menge erwerben.

Dazu muß ich aber bemerken, daß der Preisverfall bei der tierischen Produktion seit dem Jahre 1930 bis zum heutigen Tage ein ganz kolossaler ist, daß Rinder nur schwer oder überhaupt nicht mehr an den Mann zu bringen sind.

Aus dieser liberalen Weltanschauung wurde bisher fälschlich abgeleitet, daß in erster Linie die Industrie geschützt werden muß. Unsere agrarischen Stände haben ein großes Interesse an einem gutentwickelten Konsum, an einer leistungsfähigen Industrie, wie andererseits die Industrie an der Landwirtschaft interessiert sein muß. Unter unseren Verhältnissen ist Zivilisation und Fortschritt nur im vollständig gegenseitigen Zusammenwirken von Industrie und Landwirtschaftgelegen. Diese Einstellung bedeutet Parität in der Behandlung der Berufsstände, gleichrichtig und gleichpflichtig für alle Berufsstände. Diese Einstellung verlangt Zollparität und Preisparität. Die bisherige Preisparität bringt den Landwirt um seinen Lohn. Es geht nicht an, daß der Staat den einen Stand durch einen Zoll schützt, den anderen Stand als untergeordnet betrachtet und dessen Lohn von zufälligen, preisbildenden Faktoren abhängig macht!

Die Industrie muß sich auf den Innenmarkt einstellen, d. h. den Landwirt als Verbraucher ansehen. Unser Binnenmarkt ist verödet, weil der Landwirt als Käufer ausgefallen ist. In allen Ländern nimmt der Kampf um den Binnenmarkt immer schärfere Formen an, Frankreich sperrt seine Grenzen gegen ausländische Einfuhr ab. Die Schweiz tut ein Ähnliches und England, das alte Freihandelsland, läßt den Übergang zu, einer Politik des Schutzzolles als selbstverständlich erscheinen.

Wenn es nicht möglich ist, innen- und außenpolitische Mittel zu finden, um den berechtigten Preisausgleich zwischen den Preisen der landwirtschaftlichen Produkte und Betriebsmittel herbeizuführen, so muß ein anderer Weg gefunden werden. Dieser Weg ist der zielbewußte Eingriff des Staates in seine Wirtschaft zur Herabsetzung der Preise aller jener Gegenstände, welche sich gegenüber der Vorkriegszeit übermäßig verteuert haben.

Viele bezeichnen diesen Weg als nicht gangbar, (la der Staat nicht so sehr in die Privatwirtschaft eingreifen dürfe. Wir er innern uns aber noch gut, wie der Staat die Höchstpreise für die landwirtschaftlichen Produkte einführte und dadurch künstlich die Entwicklung der Preise nach Angebot und Nachfrage beeinflußte. Damals handelte es sich allerdings nicht um den Schutz der Landwirtschaft, um den es heute uns, geht.

Die Entwicklung der Preise der wichtigsten Wirtschaftsartikel im Staate hat das Gleichgewicht der Preise gestört.

Die Regierung muß eine Verbilligungszwangsmaßnahme einleiten, derzufolge ein Zwang ausgeübt wird, daß alles das, was sich gegenüber der Friedenszeit mit der Goldwährung übermäßig verteuert hat, in dem Maße verbilligt wird, wie es der Goldwährung entspräche.

Im Verlauf der Jahre würde sich dieser Verbilligungsprozeß von selbst einstellen, da sich naturgemäß die Erzeugung und der Verbrauch der im Staate erzeugten Güter ausgleicht. Dieser Ausgleich muß beschleunigt werden durch die Maßnahmen der Regierung.

Diesen zu einer Verbilligung führenden Ausgleichsprozeß hindern in erster Linie die Kartelle, welche dein Abbau der Preise der landwirtschaftlichen Produkte entgegenwirken, hindert die Arbeiterschaft, für welche die Kollektivverträge der Lohnfestsetzung gelten, verhindert der Staat selbst durch seine übertriebenen sozialen Maßnahmen, die gleichfalls abgebaut werden müssen, teils durch die großen unproduktiven Investionen Schulbauten, Bodensamt die nicht zuletzt viel auf Kosten des sudetendeutschen Volksvermögens gingen. Der Verwaltungsapparat im Staate muß gleich. falls verbilligt werden; dazu bieten sich unendlich viele Möglichkeiten, die das tägliche Leben erkennen lassen.

Diese Vorschläge des Professors Dr Brdlík so geführt werden, daß vorerst die Kleinhandelspreise herabgesetzt werden, wo das Sinken der Großhandelspreise bereits ein gesetzt hat. Nach und nach müssen alle übrigen Posten, wie: Löhne, Steuern, Frachtsätze usw. herabgesetzt und wiederum die Großhandelspreise bisher beeinflußt haben. Die Auswirkungen dieser Preisaktion gehen über auf die Kleinhandelspreise und in dieser Weise wird dann die allgemeine Stabilität der Preise erreicht werden.

Diese Verbilligungsaktion wird heute schwer durchzuführen sein. Sie muß aber im Interesse aller durchgeführt werden. Die Bauern tragen dazu bei, daß sie sich soviel als möglich vom Markte abschließen. Wer jetzt viel Geld ausgibt und investiert, kommt in die gegensätzliche Entwicklung der Preise herein. Die Sparsamkeit ist das oberste Prinzip, welches für den Landwirt richtunggebend sein soll. (Předsednictví převzal místopředseda dr Hruban.) Für uns kommt aber dabei noch etwas in Betracht, und das ist der Ausbau unseres landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens, dem man bisher nicht jene Bedeutung beimißte, die ihm eigentlich gebührte.

Durch den Ausbau unserer landwirtschaftlichen Genossenschaften wird unsere Land wirtschaft gegenüber den anderen Wirtschaftszweigen zu jenem Faktor erst gemacht, der unsere Landwirtschaft werden muß, um den wirtschaftlichen Kampf dauernd und mit Erfolg bestehen zu können. Unser landwirtschaftliches Genossenschaftswesen sichert dem Klein und Mittelbesitz erst seine wirtschaftliche Selbständigkeit. Gerade in dieser krisenhaften Zeit ist die Tätigkeit unserer landwirtschaftlichen Berufsvereinigungen von ganz besonderer Bedeutung.

Mit kurzen Worten will ich die Notlage unserer Industrie streifen, die in ihrer Erzeugung von Monat zu Monat zurückgeht, da der Export nach dem Auslande vollständig ins Stockn kommt. Es stellt sich heraus, daß wir mit so vielen unserer Erzeugnisse gegenüber dem Auslande nicht mehr konkurrenzfähig sind, weil unsere Produktionskosten gegenüber anderen Staaten zu hoch sind; wir erzeugen viel zu teuer und unsere Aufgabe muß es sein, diese Produktionskosten zu vermindern und abzubauen.

Es wird und muß Sache unserer Regierung sein, hier helfend einzugreifen, denn ein immer weiter um sich greifendes Lahm legen unserer Industrie wäre von katastrophalen Folgen begleitet und würde das Heer der Arbeitslosen ins uferlose steigern. Der Staat hat ja hiezu die Mittel in der Hand, den Verfall der Industrie entgegenzutreten. Verbilligung der Transportkosten, Abbau i frage, billiges Betriebskapital, Herabsetzung der sozialen Lasten, die Hebung der Arbeitslasten und Gleichstellung der Löhne im Verhältnis zu den Produktionskosten. Das alles sind Mittel, den Verfall der Industrie aufzuhalten und den Export derselben zu erhöhen. Bei jeder Gelegenheit wurde von unserer Seite auf die Stärkung des Innenmarktes hingewiesen, sowohl in landwirtschaftlicher als auch in industrieller Beziehung, aber bisher war diesbezüglich alles vergebens.

Die Folge davon ist, daß unsere Landwirtschaft jedes Vertrauen in die čechoslovakische Handelspolitik völlig verloren hat, da bei Abschluß unserer Handelsverträge immer mehr politische als handelspolitische Momente maßgebend waren. Das zeigte sich deutlich beim Abschluß des Handelsvertrages sowohl mit Rumänien, als auch mit Jugoslavien, die auf Kosten der einheimischen Landwirtschaft getätigt wurden.

Die Verluste unserer Volkswirtschaft, besonders aber die unserer landwirtschaftlichen Produktion gehen schon seit vielen Jahren ins Ungeheuere und es droht die große Gefahr, daß wir unsere besten Abnehmer, unsere Nachbarstaaten, als Absatzgebiete vollständig verlieren. Dies erfahren wir am besten bei unserer Hopfen- und Gerstenausfuhr.

Es ist daher nicht genug zu verurteilen, daß die Wirtschaftspolitik dieses Staates zum Schaden für unsere Volles und Privat wirtschaft von der Außenpolitik bestimmt wird, und wenn Kollege Scholz in seinen letzten Ausführungen darauf hingewiesen hat, daß die Verschuldung der Landwirtschaft bereits die Höhe von 25 Milliarden erreicht hat, so muß es dem Herrn Außenminister doch zu denken geben, wohin diese Verschuldung führen muß. Nur derjenige kann als ein umsichtiger Politiker bezeichnet werden, der die stärksten Säulen jedes Staates und Volkes, und das ist die Land wirtschaft, dem Verfall und dem Ruine nicht preisgibt.

Wie schaut die Sache aber bei uns aus? In dem Verkehr mit den östlichen Nachbarstaaten werden von Seite der Čechoslovakei diesen Staaten immer und immer wie der Zugeständnisse gemacht. Die Landwirtschaft muß diese Kosten tragen und mit voller Berechtigung können wir gegen unseren Herrn Außenminister den Vorwurf erheben, daß er bei Abschluß der Handelsverträge mit den Balkanstaaten die Interessen der heimischen Landwirtschaft preisgegeben hat und immer wieder Zugeständnisse machen mußte, alles auf Kosten der Landwirtschaft.

Seit Bestand dieses Staates ist noch niemals der Fall eingetreten, daß bei Abschluß der artiger Handelsvertragsverhandlungen unsere landwirtschaftlichen Hauptkörperschaf ten gefragt wurden und ihre Wünsche zur Geltung bringen konnten. Unsere Kritik über die Vernachlässigung der Landwirtschaft gerade auf diesem Gebiete ist da vollkommen berechtigt, und da möchte ich doch die strikte Forderung aufstellen, daß bei Abschluß von Handelsverträgen die Bedeutung der Landwirtschaft nicht unter schätzt und derselben in der Handelsdelegation eine entsprechende Vertretung eingeräumt wird.

Einer Vereinigung der Agrarstaaten, wie Ungarn, Österreich, Polen, der Čechoslovakei, Jugoslavien und Rumänien können wir unter keinen Umständen zustimmen und müssen selbe vom landwirtschaftlichen Standpunkte aus ablehnen. Mein Kollege Stöhr hat im Budgetausschusse Momente der sogenannten Diplomatie gegenüber den Momenten der Wirtschaft des Staates die ausschlaggebende Rolle.

Und wenn der Herr Außenminister in seiner Erklärung in demselben Ausschüsse dar auf hingewiesen hat, daß wir unsere Industrie vernachlässigen würden, wenn wir uns nicht mit Deutschland, Österreich und Ungarn in wirtschaftlicher Hinsicht verständigen würden, so unterschreibe ich das voll ständig. Je eher dies geschieht, desto besser für uns. Allein ich fürchte, daß die günstige Gelegenheit hiezu schon vorüber ist: nur durch ein aufrichtiges und gutes Zusammen arbeiten mit unseren beiden Nachbarstaaten, Deutschland und Österreich, kann eine Besserung unserer wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse eintreten.

Der Herr Minister sagte aber weiter: Der dritte Grundsatz unserer Handelspolitik ist die Rücksicht auf die Landwirtschaft. Das ist ein Wort, das wir unter allen: Umständen festhalten wollen; und dann sagte er weiter: >Das richtige Verhältnis zwischen Landwirtschaft und Industrie muß Grundlage jeder vernünftigen Politik sein.< Bisher haben wir leider dies immer vermißt, denn wir können zum großen Schaden für unsere Landwirtschaft den traurigen Ruhm verzeichnen, daß wir der einzige Staat in Mitteleuropa sind, der in den jetzigen schweren Zeiten keine Maßnahmen getroffen hat, unsere Landwirtschaft vor der kolossalen Überschwemmung mit ausländischen landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu schützen.

Diesbezüglich hat sich Österreich geholfen. Frankreich hilft sich mit dem Bewilligungsverfahren, Deutschland und die anderen mitteleuropäischen Staaten hingegen haben jede Einfuhr vollständig gesperrt.

Als der jugoslavische Handelsvertrag seinerzeit abgeschlossen wurde, wurde uns. versichert, dieser Vertrag bringe uns nur Vorteile, allein das Gegenteil ist eingetreten. Heute ist dieser Vertrag das größte Hindernis bei Abschluß von Handelsvertragen mit anderen Staaten; ob hier die Land wirtschaft vernünftig geschützt wurde, dar über enthalte ich mich jedes Urteiles.

Europa ist jetzt in wirtschaftlicher Beziehung vollkommen zerrüttet. Überall ein ungeheures Heer von Arbeitslosen, kein Absatz, kein Verdienst. Es ist eine wirtschaftliche Revolution. Die Valuten der umliegenden Staaten sind unsicher, sie schwanken auf und ab, und wenn der Herr Finanzminister jüngst erklärt hat, daß unsere Währung fest und stabil steht, so ist das nur zu begrüßen. Wir wollen nur hoffen und wünschen, daß wir gerade inbezug auf den Stand unserer Währung keine Enttäuschung erleben, Das Heer der Arbeitslosen, welches von Tag zu Tag steigt, das Heer der Kurzarbeiter, die schlechte Saison in unseren Badeorten, die Lahmlegung einer großen Anzahl von Betrieben, das Aufhören jaglieben Fremdenverkehres in unseren Gebirgsgegenden, die jammervolle Lage des Gewerbestandes, die kritische Lage der Landwirtschaft, die katastrophale Lage unserer Angestellten und die Aussichtslosigkeit für tausende deutscher Intelligenzler eine Stellung zu bekommen, das alles sind Momente, die natürlich ein besonderes Licht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der Čechoslovakei werfen.

Wir stehen vor dem Zusammenbruch der europäischen Wirtschaft. Soll dies verhindert werden, dann muß dieser Wirtschaftskrieg aufhören. Die Čechoslovakei muß trachten, mit Deutschland in nähere - wirtschaftliche Beziehungen zu treten; denn dort ist unser natürliches Absatzgebiet zu suchen.

Bisher wurde von der Čechoslovakei alles unternommen, was in ihrer Macht stand, um Deutschland dauernd niederzuhalten, um so mehr ist es daher zu begrüßen, wenn man endlich darangeht, zwischen Frankreich und Deutschland wieder normale Verhältnisse zu schaffen, und damit eine friedliche Fortentwicklung Mitteleuropas garantiert ist.

Gegenwärtig haben wir ja hier in Europa tiefsten Frieden. Es besteht auch keine Ge fahr, daß die Čechoslovakei mit einem der Nachbarstaaten in einen Konflikt geraten kann; denn dies halte ich auf Jahrzehnte hinaus für ausgeschlossen, weil das. Notwendigste hiezu allen. Staaten fehlt, und das ist das Geld.

Um so größer ist daher unsere Enttäuschung, wenn wir beim Voranschlag über die Heeresausgaben sehen, daß die Kürzung nur 91 Millionen beträgt, eine Kürzung, die hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß alle Waren und Bedarfsartikel, welche das Militär braucht, billiger geworden sind.

Wir als Landwirte haben immer die Empfindung, daß die Militärausgaben viel zu hoch sind; denn bei uns betragen sie 18 des Gesamtvoranschlages, wogegen andere Staaten bedeutend weniger aufwenden, so Belgien 13 %, Ungarn 10 %, Deutschland 6 %, Österreich 5 %. Wenn man schon die Parole des Sparens ausgibt, hier bei diesem Ressort könnten gewiß die größten Ersparungen gemacht werden. Vielleicht zwingt die wirtschaftliche Notlage noch. einmal alle Staaten dazu.

Wir ,vertreten ganz entschieden den Standpunkt, daß aus bestimmten Gründen Militär unter allen Umständen notwendig ist, weil in bestimmten Fällen nur eine uni formierte Macht sich eine gewisse Autorität zu verschaffen vermag, um der Vernunft zum Siege zu verhelfen. Immerhin können wir aber feststellen, daß die Militärlasten viel zu hoch sind; denn ich behandle die Sache ganz aufrichtig. Das Militär hat gegenüber dem Auslande gar keine Verpflichtung zu erfüllen. Wir hören zwar immer, daß es notwendig ist, Militär zu erhalten, um den Staat zu verteidigen; aber legen wir uns nur einmal die Frage vor: Gegen wen soll denn unser Staat verteidigt werden? Einen äußeren Feind gibt es nicht und der Feinde im Innern, deren werden wir uns er wehren können. Alle Nachbarstaaten sind auf Jahrzehnte hinaus machtlos; wirtschaftlich und finanziell vollständig lahmgelegt. Die Schrecken und Grauen des Weltkrieges werden sich noch lange auswirken, und ich möchte den Staatsmann sehen, der in Europa die Verantwortung eines Krieges auf sich nimmt.

Eine große Enttäuschung bringt uns die Beibehaltung der bisherigen 18monatigen Dienstzeit, welche so große Anforderungen. an unsere Bevölkerung stellt und so große Opfer verlangt.

Wenn Frankreich mit der 12-monatigen Dienstzeit sein Auskommen finden kann, so muß dies auch bei uns der Fall sein, und alle Einwendungen betreffs des Unteroffiziersmaterials sind nicht stichhältig. Die Einführung der 12-monatigen Dienstzeit ist da her vollkommen berechtigt und würde dem Staate bedeutend mehr Millionen ersparen.

Für uns ist aber auch die Handhabung des Gesetzes über die Ersatzreserve mit maßgebend, und hier haben wir leider keine guten Erfahrungen gemacht, Damals im Jahre 1922 haben wir nur unter der Bedingung der 18-monatigen Dienstzeit zugestimmt, wenn die Ersatzreserve mit 3-monatiger Dienstzeit eingeführt wird. Wir haben aber bei Handlhabung dieses Gesetzes gefunden, daß von der Ersatzreserve die Angehörigen der Landwirtschaft die geringsten Vorteile haben. Ich kann hier nicht auf einzelne Fälle eingehen, wie und auf welche Weise manche Gesuche um Einreihung in die Ersatzreserve nicht berücksichtigt wer den. Aber genug Fälle sind vorhanden, wo selbst Besitzer von Landwirtschaften volle 18 Monate dienen mußten. Wir stellen da her die entschiedene Forderung auf, daß die Zahl der Ersatzreservisten erhöht wird, da mit einer größeren Anzahl von Rekruten, besonders aus Irreisen der Landwirtschaft, die Begünstigung der Ersatzreserve zuteilwird.

Auch bei der Ableistung der Waffenübungen fordern wir ein größeres Entgegenkommen seitens der Militärverwaltung, Nur zu oft können wir konstatieren, daß so mancher Landwirt gerade zu einem Zeitpunkte einnicken muß, wenn die Ernte unter Dach gebracht werden soll, und da verlangen wir die Anerkennung unseres Staridpuriktes, daß zur Anbau und Erntezeit , kein Land wirt zur Waffenübung einberufen wird.

,Wenn wir als Deutsche unsere Forderungen aufstellen und bei Aufstellung dieser Forderungen unsere Pflichten gegenüber dem Staate nicht vergessen, dann muß man auch auf der Gegenseite uns jene Zugeständnisse machen, die uns auf allen Gebieten des wirtschaftlichen und politischen Lebens gebühren, und zwar auf Grund unserer Bevölkerungsziffer und unserer kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung. Dies erreicht man nicht etwa durch Drosselung unserer Sprache oder Wegnehmen des deutschen Arbeitsplatzes oder Wegnahme des deutschen Grundes und Bodens oder Unterdrükkung unserer kulturellen Bedürfnisse, sondern in einer geistigen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit aller jener, die diesen Staat bewohnen. Verkennen wir nicht den Ernst der Lage, nicht nur bei uns, sondern in der ganzen Welt; die Anforderungen, die jetzt an den Staat und alle Völker gestellt wer den, werden immer größer und schwieriger. Wollen wir uns über diese schweren Zeiten hinüberhelfen, so gilt nur eins: Aufrichtige, freundschaftliche Zusammenarbeit und nationaler und wirtschaftlicher Friede. (Potlesk.)

6. Řeč. sen. dr Korlátha:

Tisztelt Szenátus! Mint minden esztendő ben, úgy most is élénken kivette részét a kisebbségi sorsra kényszerített magyarság parlamenti képviselete a költségvetési vitá ból, úgy a bizottságokban, mint a plénum ban. Megtettük ezt, bár meg voltunk győződve, hogy a hivatali szobákban elké szített sablon munkán nem változtatunk, mert itt a parlamentárizmus, a demokrácia csak a külföld megtévesztésére drága pén zen fenntartott álarc.

Ha eme szilárd meggyőződésem ellenére mégis megkockáztatok néhány észrevételt egyrészt magához az állami költségvetéshez, másrészt a kormánynak gazdasági, kulturá lis és népjóléti politikája munkatervéhez, teszem ezt főleg azért, hogy mint a kisebb ségi sors tizenhárom éves megpróbáltatá sainak tisztitó tüzén átesett magyarság egyik őrszeme ismételten felhívjam a többségi dik tátorok és a nagyvilág figyelmét arra, hogy amit itt a demokrácia jelszava alatt művel nek, azzal nemcsak a mi nemzeti kisebbségi létünket temetik, hanem egyuttal növelik az egyre nagyobb méreteket öltő kaoszt, mely nek végső kifejlődésére az ember aggodalommal gondol. Lásson a világ és itéljen!

Az itteni kormányzati rendszer vétkes mulasztása, mondjuk ki nyiltan: bűne, (Předsednictví prevzal místopředseda dr Hruban.) amely az 1932.- évi költségvetés ben is teljes mértékben kifejezésre jut, hogy még csak gyenge kisérletet sem tesz a csehszlovák állam határai közé kényszeri tett nemzetek és népek megbékítésére. Va gyis a kormány bár érzi a gazdasági vál ság szülte nehézségeket, tudja, hogy már minden ég a szomszédságokban, még mindig nem hagy fel elnemzetlenítő. törek véseivel. Tiszenhárom év alatt vagyondézs mával, adóvégrehajtókkal elszedte pénzün ket. A dezindustrializáció jelszavával egy évtized alatt megteremtette a ruszinszkói és szlovenszkói munkanélküliek számba sem vett, nyilván sem tartott százezreit. A föld reformmal földönfutókká tette azokat, akik évezred óta a földből éltek. A cseh nemzeti gyáripar kedvéért szétzüllesztette iparos és kereskedő társadalmunkat. Mindezt tette azért, mert a 14 milliós egységes csehszlo. vák nemzeti állam rögeszméjét, ábrándképét kergette. Mindent megtett, hogy az idezárt magyarokat előbb koldussá, majd esehszlo vákká tegye.

Régi recept, amely nem vált be a törté neti multban és nem fog beválnia megpro báltatásokkal telitett jelenben sem.

A kormányzatnak a csehekre nézve is végzetes volta ma már nyilvánvaló, úgyhogy az uralkodó cseh nemzet is gazdaságilag már rövidesen ott tart, ahol mi kisebbségi magyarok, a külömbség csak az, hogy mi már 10-12 év óta vagyunk állandó krizis ben. A kormányzat még mindig azt reméli, hogy minden baj orvoslását megtalálja, ha ebben az államban 14 millió ember szin tiszta csehszlováknak fogja magát vallani, ahelyett, hogy azt mondaná: Te magyar, Te német, itt van fejünk felett a közös veszély, ne vitatkozzunk most kicsiségeken, termé szetes dolog, hogy a magyar gyermek magyar iskolába járjon, de viszont gyere, segits el háritani a közös gazdasági veszélyt.

Ehelyett a kormány tovább csehesít s ezzel tovább ingerli a nemzetiségek amugy is túlfeszített idegeit s ezzel előmozdítja, gyorsítja a fenyegető világkataklizma bekö szöntését.

De vizsgáljuk egyenként rendre, hogyan is fest a jelen költségvetésben is a demo krácia, a jogegyenlőség. Mindenekelőtt arra kivánok légyen rámutatni, hogy a csehszlo vák kormányzat miképen teremthette volna meg az itt élő nemzeteknek, ha nem is a paradicsomát, hanem együttélésük szilárd alapját, amelyen ál1va ma valóban félretehetné a nemzetiségi gondokat s valamennyi nemzet a gazdasági bajok orvoslásának szentelhetné képességeit.

Az alkotmánytörvény 128 és következő §§-ai a nemzeti, vallási és faji kisebbségek védelméről intézkednek. Igy a 128 § 2-ik bekezdése kimondja, hogy a felekezeti, hitvallásbeli, anyanyelvi különbözőség a köztársaság egyetlen állampolgáránál sem lehet akadály, különösen ami közszolgálat ba való lépést illeti.

Ha ebben az államban a demokráciát és a vele szoros összefüggésben lévő kisebb ségvédelmi intézkedéseket a kormányzat komolyan venné, úgy az épen idézett alkotmá nyos intézkedés végrehajtásaképen már régen gondoslyodott volna arról, hogy a köz hivatalokban a magyarság számarányának megfelelő képviseletet kapjon.

Hogy hogyan van ez az életben, azt tud juk. Hogy milyennek kellene lenni az igaz ságosság figyelembevételével, azt kiolvas hatjuk a költségvetésből. A hivátalos cseh szlovákiai statisztika adatai szerint a cseh szlovákiai magyarság az összlakosságnak az 5.57-át teszi ki az 1921-es népszámlálás szerint. Az 1930-as népszámlálás adatai még ismeretlenek és így a régi statisztikával kell megelégednünk.

Ha a kormány komolyan vette volna az alkotmánytörvény épen idézett rendelkezé sét, úgy ma a központi hivatalok személyzete a következőképen alakulna:

A kabinetiroda polgári osztályának 85 hivatalnoka közül 5, a katonai osztály 11 hivatalnoka közül 1, s a várkezelőség 54 tisztviselője közül 3 magyar, hivatalnok volna. A képviselőház 95 tagu hivatalnoki karában 5, a szenátus 60 tisztviselője közül 4 magyar nemzetiségü volna. Ma ellenben az a helyzet, hogy a szenátusban és a képviselő házban nincs, aki lefordítsa magyar nyelvre a javaslatokat, hiába követeltük ezt állan dóan.

A miniszterelnökség 139 hivatalnoka közül legalább 8 magyar nemzetiségi tiszt viselőnek leellene lennie. A külügyminiszté riumnak 505 alkalmazottja van, ebből a számaránynak megfelelően legalább 28 magyar nemzetiségii hivatalnoknak kellene lenni. A követségeken 302 tisztviselőből a magyarságnak legalább 17 hely dukál s a konzulátusok 398 tisztviselői állásából mini urálisan 19 hely illeti a magyarságot.

A nemzetvédelmi miniszteriumban s hadseregnél 19.539 generális, tiszt, orvos, állatorvos stb. és szolgálati osztályon kivüli havidíjas teljesít szolgálatot. Százaléksze rüen legalább 900 hely illetné meg a magyar ságot. A hadügyminiszterium s a főparancs nokságok azonban ezenkívül még 3050 pol gári személynek is adnak kenyeret s itt mintegy 170 magyarnak kellene helyet kapnia.

A belügyminisztériumban, mint központi hivatalban jelenleg 299 rendszeresített állás van, amiből 16-17 hely illeti a magyar ságot. A csendőrosztály 347 állása közül 20 helyet magyar nemzetiségü csendőrtiszt tel kellene betölteni.

A belügyi tárca kereteiben a ruszinszkói országos hivatal 593 hivatalnoka közül 30 magyar tisztviselőnek kellene lenni s a szlo venszkói országos hivatal 2964 beamtere között 195 magyarnak van helye. A járási hi vatalokban elhelyezett 8846 alkalmazott közül 460 magyar nemzetiségü embernek kellene kenyeret adni. A rendőrigazgatósá gok 800 személyt kitevő létszámában 46 magyarnak van helye az alkotmánytörvény szerint, a civilruhás rendörség 1025-ös lét számában 60 hely a magyaroké s a 6646 egyenruhás rendőrből 350-nek kellene ma gyarnak lennie. A csendőrség 12.609 sze mélyt kitevő létszáma mellett gyengén szá mítva 650 magyar nemzetiségü egyént vol na köteles ellátni.