Pøíloha

k tìsnopisecké zprávì o 133. schùzi senátu Národního shromáždìní republiky Èeskoslovenské v Praze v pondìlí dne 25. ledna 1932.

Øeè sen. Medingera (viz str. 8 tìsnopisecké zprávy):

Hoher Senat! Meine Partei Word für die in Rede stehende Vorlage stimmen. Ich benütze diese Debatte über auswärtige Angelegenheiten zu einer kurzen Erklärung: Wohl jeder Deutsche in diesem Staate erblickt in den allzu langen und längst über die Wiederaufbaukosten hinausgehenden Tribut-Zahlungen Deutschlands die wichtigste Ursache für die heutige Wirtschaftslähmung, von der in diesem Staate unsere vom Export lebenden deutschen Gebiete besonders schwer betroffen sind. Als Hauptmittel, diese Lähmung zu beheben, erscheint uns daher die Annullierung jener finanziellen Verpflichtungen. Wir wissen, daß das ganze System, dessen Ausdruck diese Verpflichtungen sind, ein unheilvoller Irrtum war, der schwerste und verabscheuungswürdigste, den je die internationale Staatskunst begangen hat.« (Keynes.) Der Wille der Sudetendeutschen, die hierzulande einen so beträchtlichen Teil des Schaffens besorgen, dieser Wille ist also auf eine völlige Beendigung der sogenannten Reparationszahlungen gerichtet.

An der Schwelle der Abrüstungskonferenz erklären wir uns ferner feierlich für die Erfüllung des in Artikel 8 des Völkerbundpaktes gegebenen Versprechens allgemeiner Abrüstung, und zwar fordern wir diese Abrüstung bis zur Rüstungsgleichheit. Würde jenes Versprechen verletzt, so würde nicht nur der darauf gebaute Völkerbund zusammenstürzen, sondern es verlören auch alle seit dem Kriege geschlossenen anderen Verträge ihre Gültigkeit. Die zwischenstaatlichen Folgen eines Versagens der Abrüstungskonferenz wären unabsehbar. Wir sehen aber auch innerpolitisch in einer wesentlichen Herabsetzung der Militärkosten das einzige Mittel, um den durch wachsende Steuerausfälle und steigende Ausgaben für die Arbeitslosen wankenden Staatshaushalt ins Gleichgewicht zu bringen. So begleiten wir die für die allgemeine Abrüstung aufrichtig eintretenden Staatsmänner mit unseren heißen Wünschen nach Genf und warnen die èechoslovakischen Delegierten davor, eine andere Haltung einzunehmen. (Potlesk.)